{"id":1850,"date":"2017-04-03T10:03:41","date_gmt":"2017-04-03T09:03:41","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.equisense.com\/ameliorer-trot-assis\/"},"modified":"2021-07-02T14:05:05","modified_gmt":"2021-07-02T13:05:05","slug":"aussitzen-im-trab","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.equisense.com\/de\/aussitzen-im-trab\/","title":{"rendered":"So klappt es mit dem Aussitzen im Trab"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-weight: 400;\">Die meisten Reiter lieben ihre Steigb\u00fcgel doch fast genauso sehr wie ihr Pferd. F\u00e4llt das Wort \u201eAussitzen&#8220; oder gar \u201eSteigb\u00fcgel \u00fcberschlagen&#8220;, bricht Panik aus. Der eine Reitsch\u00fcler versucht verzweifelt, sich mit seinen Knien am Sattel festzuklammern und bricht dabei den Weltrekord im Luftanhalten, der andere rutscht im Sattel herum oder klammert sich ans Riemchen: <strong>Das<\/strong>\u00a0<\/span><b>Aussitzen des Trabs bleibt f\u00fcr die meisten Reiter eine Tortur und ist mit Frustration verbunden<\/b><span style=\"font-weight: 400;\">.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Wir setzen uns jedoch regelm\u00e4\u00dfig neue Ziele und haben beschlossen, dass es endlich an der Zeit ist, das Aussitzen des Trabs zu beherrschen, ohne rot (oder blau in manchen F\u00e4llen) anzulaufen oder das Gef\u00fchl zu haben, dass die Oberschenkel jeden Moment in Flammen aufgehen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Wir haben Bilder von Reitern im Kopf, die ihre Diagonalen im starken Trab reiten, ohne dabei im Sattel herumzurutschen und finden daher, dass es nun an der Zeit ist, die Sache anzugehen. Nur einige Sekunden sp\u00e4ter suchen wir verzweifelt mit unseren F\u00fc<\/span><span style=\"font-weight: 400;\">\u00df<\/span><span style=\"font-weight: 400;\">en nach den Steigb\u00fcgeln, die sich dazu entschieden haben, sonst wohin zu fliegen, ohne auf uns zu warten. Da m\u00fcssen wir einsehen: Wir haben keine Ahnung, wie das Ganze eigentlich funktionieren soll&#8230;<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Hier also einige <strong>e<\/strong><\/span><b>infache, aber effiziente \u00dcbungen<\/b><span style=\"font-weight: 400;\">, die dir dabei helfen, deinen Sitz zu verbessern, Spa<\/span><span style=\"font-weight: 400;\">\u00df am Aussitzen zu finden und deinem Pferd nicht bei jedem Schritt in den R\u00fccken zu plumpsen&#8230;<\/span><\/p>\n<figure id=\"attachment_483\" aria-describedby=\"caption-attachment-483\" style=\"width: 1020px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" class=\"wp-image-483 size-full\" src=\"http:\/\/blog.equisense.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/trot_balais_dos.jpg\" alt=\"Abbildung von Charly Debray \u00a9\" width=\"1020\" height=\"756\" srcset=\"https:\/\/blog.equisense.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/trot_balais_dos.jpg 1020w, https:\/\/blog.equisense.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/trot_balais_dos-300x222.jpg 300w, https:\/\/blog.equisense.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/trot_balais_dos-768x569.jpg 768w, https:\/\/blog.equisense.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/trot_balais_dos-364x270.jpg 364w\" sizes=\"(max-width: 1020px) 100vw, 1020px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-483\" class=\"wp-caption-text\">Abbildung von Charly Debray \u00a9<\/figcaption><\/figure>\n<div id=\"toc_container\" class=\"no_bullets\"><p class=\"toc_title\">Table des mati&egrave;res<\/p><ul class=\"toc_list\"><li><a href=\"#Hoppla8230\">Hoppla&#8230;<\/a><\/li><li><a href=\"#Das-Leichttraben\">Das Leichttraben<\/a><\/li><li><a href=\"#Steigbuegel-oder-nicht-das-ist-die-Frage\">Steigb\u00fcgel oder nicht, das ist die Frage<\/a><\/li><li><a href=\"#Mein-Pferd-ist-mein-Freund-auch-beim-Aussitzen\">Mein Pferd ist mein Freund, auch beim Aussitzen<\/a><\/li><li><a href=\"#Komfortzone\">Komfortzone<\/a><\/li><\/ul><\/div>\n<h2><span id=\"Hoppla8230\"><strong>Hoppla&#8230;<\/strong><\/span><\/h2>\n<p>Entschuldigung.<\/p>\n<p>Ich wei\u00df, dass du nun ein gro\u00dfes L\u00e4cheln auf den Backen hast und dich freust, endlich jemanden gefunden zu haben, der dich versteht und der dir dabei helfen wird, dich ohne gro\u00dfe Anstrengung zu verbessern. Ich f\u00fchle mich fast schon schuldig, wenn ich daran denke, was noch auf dich zukommt.<\/p>\n<p>Denn um das richtige Aussitzen des Trabs zu lernen, bedarf es harter Arbeit, viel Anstrengung und einem Trab ohne Steigb\u00fcgel\u2026 Aber noch wichtiger dabei: du musst wissen, wo, wann und wie du deine Ressourcen richtig zum Einsatz bringen musst.<\/p>\n<h2><span id=\"Das-Leichttraben\"><strong>Das Leichttraben<\/strong><\/span><\/h2>\n<p>Guter Witz! Wir sprechen vom ausgesessenem Trab (das Aussitzen) und nun sollen wir leichttraben! Das <strong>Leichttraben ist jedoch ein idealer Ausgangspunkt<\/strong>, um deinen ausgesessenen Trab zu verbessern und dabei deine Ersch\u00f6pfung zu minimieren und den R\u00fccken deines Pferdes zu schonen. Umso besser, ich sehe, dass dein L\u00e4cheln zur\u00fcckkommt!<\/p>\n<p>Denk beim Leichttraben daran, deinen Bauchnabel stark nach vorne zu dr\u00fccken.<\/p>\n<p><b>Dein Bauchnabel sollte idealerweise deine Schultern \u00fcberschreiten und der vorderste Punkt deines K\u00f6rpers sein. Denk daran, ihn in Richtung der Ohren deines Pferdes auszurichten. Dies ist eine wichtige \u00dcbung, um an deiner Gelenkigkeit zu arbeiten und die verschiedenen K\u00f6rperteile an die richtige Stelle zu r\u00fccken. \u00a0<\/b><\/p>\n<p>Meiner Meinung nach sollte das Leichttraben nicht als eine Auf- und Abw\u00e4rtsbewegung gesehen werden, sondern als eine nach vorne gerichtete sitzende Position. Wenn du dir dem bewusst wirst, kannst du die mechanische Bewegung des R\u00fcckens deines Pferdes zu f\u00fchlen versuchen (sp\u00e4ter kannst du deine F\u00e4higkeit, diese zu erf\u00fchlen, beim Leichttraben ohne Steigb\u00fcgel auf die Probe stellen\u2026). Achtung! Bevor du dich dem Aussitzen des Trabs zuwenden kannst, musst du zuvor in der Lage sein, beim Leichttraben ohne Anstrengung und Erm\u00fcdung zu reiten. Hier empfiehlt es sich auch mal eine Arbeitseinheit an der Longe zu absolvieren, um sich ganz auf die Bewegung des Pferdes konzentrieren zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Das beste Mittel, um an deinem Gleichgewicht und deiner vertikalen Ausrichtung zu arbeiten, ist <b>aufrecht in deinen Steigb\u00fcgeln stehend zu traben<\/b>. <b>Ich betone aufrecht stehend und nicht schwebend, da deine Schultern beim Ausstrecken deiner Beine auf einer Linie mit deinen Fersen bleiben sollten<\/b>. <b>Achte dabei darauf, in den Knien und im Absatz die Bewegung abzufedern.<\/b><\/p>\n<p>Versuche vorerst, diese <strong>Position im Schritt und dann im Trab zu halten<\/strong>, ohne in den Sattel zur\u00fcckzufallen. Der Vorteil bei dieser \u00dcbung ist, dass es fast unm\u00f6glich ist, stehen zu bleiben, wenn nicht alle K\u00f6rperteile auf einer Linie sind.<\/p>\n<figure style=\"width: 516px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/equisenseblog.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/trot_debout.jpg\" alt=\"La photo date de l\u00e2\u0080\u0099\u00c3\u00a9poque o\u00c3\u00b9 j\u00e2\u0080\u0099\u00c3\u00a9tais assez stupide pour monter sans casque. N\u00c3\u00a9anmoins, elle montre bien la position debout sur les \u00c3\u00a9triers et le ventre tir\u00c3\u00a9 vers l\u00e2\u0080\u0099avant. Photo par Emmanuelle Peppe \u00c2\u00a9\" width=\"516\" height=\"775\" \/><figcaption class=\"wp-caption-text\">Das richtige Aufstehen aus dem Sattel f\u00fcr diese \u00dcbung (Helm nicht vergessen!) \u00a9Emmanuelle Peppe<\/figcaption><\/figure>\n<p>Mit dieser \u00dcbung trainierst du, dein Gleichgewicht trotz der Bewegungen deines Pferdes zu halten. Achte darauf, dich nicht an den Z\u00fcgeln festzuhalten, wenn du das Gleichgewicht verlierst! Wenn du dich unsicher f\u00fchlst, kannst du in die M\u00e4hne oder an den Sattel greifen.<\/p>\n<p>Sobald du dich gut und ausgeglichen in dieser Position f\u00fchlst und in der Lage bist, deinen Bauchnabel wie auf dem Bild nach vorne zu strecken, kannst du <strong>zwei bis drei Tritte im ausgesessenen Trab einwerfen<\/strong>.<\/p>\n<p>Das Problem des ausgesessenen Trabs ist, dass der Reiter oft widerwillig ist. Er will seinen ausgesessenen Trab verbessern, hat dabei aber nur einen Gedanken: zum Leichttraben zur\u00fcckzukehren!<\/p>\n<p>Ein gutes Mittel, um diesem Problem und dem Risiko einer zu starken Anspannung vorzubeugen, ist es, den Fu\u00df, auf dem du leicht trabst, h\u00e4ufig zu wechseln. Du kannst also einen Pakt mit dir selbst schlie\u00dfen: ich mache nur zwei Tritte im ausgesessenem Trab, aber dabei lasse ich mich richtig in den Sattel fallen, ohne mich zu versteifen.<\/p>\n<p>Trabe also einige Schritte leicht (so viele, bis du dich wohlf\u00fchlst) und sitze dann zwei Schritte aus, um den Fu\u00df, auf dem du trabst, zu wechseln. Mache immer so weiter, bis du in der Lage bist, ein oder zwei Runden jeweils zwei Schritte Leichttraben und Aussitzen abzuwechseln.<\/p>\n<h2><span id=\"Steigbuegel-oder-nicht-das-ist-die-Frage\"><strong>Steigb\u00fcgel oder nicht, das ist die Frage<\/strong><\/span><\/h2>\n<p>Einige Champions und Trainer \u00fcben immer wieder Kritik am\u00a0Reiten ohne Steigb\u00fcgel. Ich denke jedoch, dass dies sehr wichtig ist. Dabei m\u00fcssen jedoch zwei Bedingungen zutreffen:<\/p>\n<p>1) Es soll nicht grunds\u00e4tzlich ohne Steigb\u00fcgel geritten werden. Das Aussitzen soll zur Verbesserung des Reitens mit Steigb\u00fcgeln f\u00fchren. Diese Aussage scheint banal, aber wie h\u00e4ufig hast du schon festgestellt, dass du hilflos bist und dich verzweifelt festh\u00e4ltst, sobald dir jemand deine geliebten Steigb\u00fcgel wegnimmt?<\/p>\n<p>2)\u00a0Die Arbeit ohne Steigb\u00fcgel sollte von kurzer Dauer, aber regelm\u00e4\u00dfig sein. Du erweiterst somit jeden Tag ein wenig mehr deine Komfortzone und das ohne Schmerzen oder \u00fcberm\u00e4\u00dfige Erm\u00fcdung, die nur dazu f\u00fchren w\u00fcrden, dass du dich weiter versteifst und es gar nicht mehr ohne Steigb\u00fcgel probieren m\u00f6chtest.<\/p>\n<p><b>Du kannst z.B. die letzten zehn Minuten jeder Trainingseinheit f\u00fcr die Arbeit ohne Steigb\u00fcgel verwenden, wenn du dein Pferd bereits gut vorbereitet und gel\u00f6st hast.<\/b><\/p>\n<h3>Schritt 1: Die richtige Position der Beine<\/h3>\n<p><b>Die Mehrheit der Reiter verliert ihre Steigb\u00fcgel, da sie die Knie zu weit anziehen und den Winkel zwischen den Schenkeln und dem Oberk\u00f6rper zu sehr verengen. Dies f\u00fchrt dazu, dass ihr Schwerpunkt sich von dem des Pferdes entfernt und sie noch mehr aus dem Gleichgewicht geraten.<\/b><\/p>\n<p>Unsere Priorit\u00e4t ist es also, unsere Beine lang und entspannt zu lassen.<\/p>\n<p>Dr\u00fccke daf\u00fcr deine Fu\u00dfspitzen so weit es geht nach unten, als wolltest du den Boden ber\u00fchren\u2026 Immer weiter. Ich wei\u00df, dass du das kannst!<\/p>\n<p>Denke dabei an eine Ballerina auf ihren Zehenspitzen. Das Ziel ist es, die Knie so weit es geht unten zu lassen und daf\u00fcr zu sorgen, dass deine Schenkel vertikal zum Boden stehen und auf einer Linie mit deinem Oberk\u00f6rper sind. Reite einige Schritte in dieser Haltung.<\/p>\n<p>Du versp\u00fcrst ein Ziehen in deiner Beinmuskulatur? Dann machst du alles richtig!<\/p>\n<figure id=\"attachment_480\" aria-describedby=\"caption-attachment-480\" style=\"width: 1017px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" class=\"wp-image-480 size-full\" src=\"https:\/\/blog.equisense.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/clic_clac-e1491210188941.jpg\" alt=\"Das Aussitzen beim Reiten - Abbildung\" width=\"1017\" height=\"673\" srcset=\"https:\/\/blog.equisense.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/clic_clac-e1491210188941.jpg 1017w, https:\/\/blog.equisense.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/clic_clac-e1491210188941-300x199.jpg 300w, https:\/\/blog.equisense.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/clic_clac-e1491210188941-768x508.jpg 768w, https:\/\/blog.equisense.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/clic_clac-e1491210188941-408x270.jpg 408w\" sizes=\"(max-width: 1017px) 100vw, 1017px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-480\" class=\"wp-caption-text\">Hex-hex! Fotos von Emmanuelle Peppe \u00a9<\/figcaption><\/figure>\n<blockquote><p>F\u00fcr die \u00dcbung des Springsitzes:\u00a0<a href=\"https:\/\/blog.equisense.com\/de\/uebungen-muskelaufbau-hindernis\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\" class=\"broken_link\">Durch Spr\u00fcnge zu mehr Muskeln<\/a><\/p><\/blockquote>\n<h3>Schritt 2: Hex-hex, und alles ist am richtigen Platz<\/h3>\n<p>Hier kommt Magie ins Spiel: in dieser Position und OHNE EINE VER\u00c4NDERUNG DEINER OBERSCHENKEL, <b>beuge deine Knie leicht und ziehe deine Fu\u00dfspitzen an, bis du die Position erreichst, die du mit deinen Steigb\u00fcgeln h\u00e4ttest<\/b>.<\/p>\n<p>Bitte l\u00e4cheln!<\/p>\n<p>Strecke deine Beine erneut aus, dr\u00fccke sie stark nach unten und wiederhole den Vorgang. Achte dabei darauf, deine F\u00fc\u00dfe parallel zum Bauch deines Pferdes zu halten. Die Fotos sollten dir dabei eine Hilfe sein.<\/p>\n<h3>Schritt 3: Senkung des Schwerpunkts<\/h3>\n<p>Schritt drei ist der schwierigste Teil. <b>Mache dich schwer in deinem Sattel, ohne dabei die Haltung deines Oberk\u00f6rpers zu ver\u00e4ndern<\/b>. Such mit deinem Sitz das Brustbein deines Pferdes. Stelle dir vor, du bist ein mit Sand gef\u00fcllter Sack, der sich langsam in den Brustkorb des Pferdes entleert.<\/p>\n<p>Konzentriere dich vollst\u00e4ndig auf das Gef\u00fchl deines Ges\u00e4\u00dfes auf dem Sattel. Das hilft dir dabei, sehr gute Ergebnisse zu erzielen.<\/p>\n<h3>Und es wird losgetrabt!<\/h3>\n<p>Bevor du in dieser Haltung ohne Steigb\u00fcgel losreitest, entspanne dich. Es ist wirklich nichts Schlimmes dabei\u2026<\/p>\n<p>Denk daran, tief und ruhig durchzuatmen. Suche das Gleichgewicht zwischen der Entspannung deines K\u00f6rpers (ohne Verspannung) und der positiven Anspannung deiner Muskeln (die dir dabei hilft, die korrekte Haltung beizubehalten). Denk an einen Sportler in den Startbl\u00f6cken vor einem 100-Meter-Lauf. Er ist tiefenentspannt, aber alle seinen Muskeln sind f\u00fcr die auf ihn zukommenden Kraftaufwand bereit.<\/p>\n<p>Nehme deinen K\u00f6rper bewusst wahr. F\u00fchle wie deine H\u00fcfte, deine Ellenbogen und dein unterer R\u00fccken sich bewegen. F\u00fchle jeden einzelnen Wirbel und jedes einzelne Gelenk. Atme bewusst ein und aus.<\/p>\n<p><b>Achte dabei besonders auf deine Oberschenkel und die Tatsache, dass der Winkel zwischen deinem Schenkel und deinem Oberk\u00f6rper m\u00f6glichst offen bleibt. <\/b><\/p>\n<p><b>F\u00fchle wie schwer deine Beine sind, aber achte dabei darauf, sie in einer entspannten Position zu halten.<\/b><\/p>\n<p>Du kannst dich auch etwas weiter zur\u00fccklehnen als gew\u00f6hnlich, um dein Becken vorzubringen.<\/p>\n<p>Konzentriere dich auf die Bewegungen deines Pferdes und versuche, sie zu antizipieren! F\u00fchle den ersten Schritt im Trab, wenn das Hinterbein den R\u00fccken nach oben dr\u00fcckt. Stelle dir diese Bewegung nun wie eine Welle vor. F\u00fchle die abfallende Phase des Trabs und das Senken des R\u00fcckens.<\/p>\n<p>Und denk daran, <b>das Aussitzen folgst du auch mit den Bewegungen des\u00a0 Pferdes, allerdings ohne aus dem Sattel aufzustehen!<\/b> Das bringt dich zum Lachen? Die R\u00fcckbewegung des Pferdes beim Aussitzen im Trab bleibt weiterhin die gleiche, von unten nach oben und von vorne nach hinten! Die Welle bleibt ist immer da\u2026<\/p>\n<p>Denk auch daran, dass es nichts bringt, dich vollst\u00e4ndig auszupowern. Sobald du erm\u00fcdest, wirst du steif und angespannt. Gew\u00f6hne deinen K\u00f6rper nach und nach an diesen neuen Bewegungsablauf. <b>Ich bevorzuge es, jeden Tag 5 bis 10 Minuten ohne Steigb\u00fcgel an meinem ausgesessenen Trab zu arbeiten anstatt einmal die Woche 30 Minuten am St\u00fcck.<\/b><\/p>\n<figure id=\"attachment_485\" aria-describedby=\"caption-attachment-485\" style=\"width: 717px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" class=\"wp-image-485 size-full\" src=\"http:\/\/blog.equisense.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/trot_assis-e1491210138402.jpg\" alt=\"Foto von Nathalie Marissel \u00a9\" width=\"717\" height=\"578\" srcset=\"https:\/\/blog.equisense.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/trot_assis-e1491210138402.jpg 717w, https:\/\/blog.equisense.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/trot_assis-e1491210138402-300x242.jpg 300w, https:\/\/blog.equisense.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/trot_assis-e1491210138402-335x270.jpg 335w\" sizes=\"(max-width: 717px) 100vw, 717px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-485\" class=\"wp-caption-text\">Foto von Nathalie Marissel \u00a9<\/figcaption><\/figure>\n<blockquote><p>Weil es mit Muckis gleich viel besser klappt:\u00a0<a href=\"https:\/\/blog.equisense.com\/de\/muskelaufbau-fuer-faule-reiter\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Muskelaufbau f\u00fcr (faule) Reiter<\/a><\/p><\/blockquote>\n<h2><span id=\"Mein-Pferd-ist-mein-Freund-auch-beim-Aussitzen\"><strong>Mein Pferd ist mein Freund, auch beim Aussitzen<\/strong><\/span><\/h2>\n<p>Du bist super motiviert und zu allem bereit, um an deinem ausgesessenen Trab zu arbeiten.<\/p>\n<p>Achtung! Dein Pferd steht an erster Stelle.<\/p>\n<p><b>Es ergibt keinen Sinn, seine Haltung mit einem unausgeglichenen, angespannten oder in Abwehrhaltung befindlichen Pferd zu trainieren. Wenn dein Pferd nicht in der Lage ist, sich gleichm\u00e4\u00dfig fortzubewegen und dementsprechend auch nicht an den Hilfen steht, dann musst du zuerst daran arbeiten. Danach kannst du an deinem Sitz ohne Steigb\u00fcgel arbeiten. <\/b><\/p>\n<h2><span id=\"Komfortzone\"><strong>Komfortzone<\/strong><\/span><\/h2>\n<p>Zwei Themen haben wir noch gar nicht angesprochen. Zum ersten\u00a0<strong>das Tempo<\/strong>, in dem du an deinem ausgesessenen Trab arbeiten solltest. Und zum zweiten <strong>den Grad der Unbequemlichkeit<\/strong>, der f\u00fcr dich annehmbar ist.<\/p>\n<p>Jeder Reiter hat eine Komfortzone haben, d.h. in diesem Fall einen Trab, eine Haltung, in der er sich (relativ) sicher f\u00fchlt. Sollte das bei dir nicht der Fall sein, dann solltest du zuerst daran arbeiten.<\/p>\n<p>Das Problem ist, dass diese\u00a0<strong>Komfortzone nie \u201efix\u201d ist<\/strong>.<\/p>\n<p>Je mehr der Reiter in seiner Komfortzone bleibt, desto weniger wird er Neues wagen. Je weniger Neues er wagt, desto weiter schrumpft dieser Bereich und desto weniger wohl f\u00fchlt sich der Reiter. Je mehr wir uns auf dem leichten Trab ausruhen, desto unbequemer scheint der ausgesessene Trab.<\/p>\n<p>Die Komfortzone ist ein wichtiger Grundfaktor. Diese wollen wir jeden Tag ein wenig vergr\u00f6\u00dfern, bis wir uns in einem immer weiteren Trab wohl f\u00fchlen und wir dazu in der Lage sind, immer l\u00e4nger auszusitzen, ohne dabei an unsere Grenzen zu geraten.<\/p>\n<p>Wir k\u00f6nnen dieses Verhalten mit dem junger W\u00f6lfe vergleichen, die sich jeden Tag ein wenig mehr von ihrer Wolfsgrube entfernen.<\/p>\n<p>Ausdauer spielt eine wichtige Rolle dabei. Mach dir nicht die Illusion, dich dabei nicht anstrengen zu m\u00fcssen. Ansonsten wirst du stetig R\u00fcckschritte erzielen und immer schneller erm\u00fcden.<\/p>\n<h3>Wie du deine Komfortzone verlassen kannst, ohne dich unwohl zu f\u00fchlen<\/h3>\n<p>Zum Abschluss und als Motivation w\u00fcrde ich euch gerne die <strong>Geschichte von einer meiner Sch\u00fclerinnen<\/strong> erz\u00e4hlen, die ich sehr passend finde.<\/p>\n<p>Bei ihren ersten Reitstunden vor einigen Jahren hat sie es geschafft, vier bis f\u00fcnf Tritte im ausgesessenen Trab zu reiten. Sie hatte einen starken Willen und beschwerte sich nicht, aber man konnte ihr ihr Leiden im Gesicht ansehen. Das Aussitzen im Trab, selbst \u00fcber kurze Dauer verlangte ihr viel ab &#8211; bis zu dem Punkt, dass ihr nach ein paar Runden im Trab der Schwei das Gesicht herunterlief.<\/p>\n<p>Ich erkl\u00e4rte ihr das Prinzip des Komfortbereichs und die Art, sich zu verbessern, ohne davon \u00fcberzeugt zu sein, dass sie die Anstrengungen daf\u00fcr aufbringen w\u00fcrde. Ich wusste, dass sie nur aus Spa\u00df ritt und sie als Unternehmensleiterin sehr besch\u00e4ftigt war.<\/p>\n<p>Als ich sie jedoch im darauffolgenden Monat sah, versicherte sie mir, dass sie jeden Tag ihre \u00dcbungen machte. Zu dem Zeitpunkt konnte man nat\u00fcrlich noch keinen Unterschied sehen.<\/p>\n<p>Im Monat danach erz\u00e4hlte sie mir, dass sie beim Laufen darauf achten w\u00fcrde, immer einen Schritt schneller als gew\u00f6hnlich zu laufen bis sie ein wenig aus der Puste kommt. Ich war erfreut zu sehen, dass sie sich so sehr anstrengte. Sie sagte mir, dass sie es ihrem Pferd schuldig w\u00e4re und dass sie es unfair f\u00e4nde ihrem Pferd solch eine Anstrengung zuzumuten, ohne sich selbst anzustrengen.<\/p>\n<p>Als sie zu ihrer n\u00e4chsten Reitstunde kam, hatte sich etwas ver\u00e4ndert. Ihre Haltung war anders und ihr Gesicht hatte einen Ausdruck, den ich noch nie zuvor bei ihr gesehen hatte. Sie sagte mir, dass sie nachgedacht h\u00e4tte und dass ihr Training sie nicht schnell genug voranbr\u00e4chte. Sie hatte sich also dazu entschieden, in ihrer Freizeit Fahrrad zu fahren!<\/p>\n<p>Vier Monate sp\u00e4ter war sie wie ausgewechselt. Sie war in H\u00f6chstform und hatte eine richtig sportliche Figur. Erst am Ende der Reitstunde stellte ich fest, dass sie fast nicht leichtgetrabt war. Aber noch viel wichtiger, dass sie noch nicht mal eine Pause einlegen wollte! Sie war so sportlich, dass ich mich einzig und allein auf die Arbeit an ihrem Pferd konzentriert hatte. Und h\u00e4tte ich Pausen eingelegt, dann nur, damit sich ihr Pferd erholen konnte!<\/p>\n<p>Ich hoffe, dass zeigt dir, dass alles m\u00f6glich ist und dass mit der richtigen Technik und ein bisschen Ehrgeiz fast alles machbar ist&#8230;<\/p>\n<p>Gute Arbeit!<\/p>\n<p>Pierre Beaup\u00e8re<\/p>\n<p><b><i>Du findest weitere Tipps zur Verbesserung und Effizienzsteigerung deiner Haltung sowie zur Verbesserung des Gleichgewichts, der Leichtigkeit und der Entspannung deines Pferdes im Buch von Pierre Beaup\u00e8re \u00ab\u00a0EQUILIBRE ET RECTITUDE\u00a0\u00bb, das auf seiner Internetseite erh\u00e4ltlich ist: <\/i><\/b><a href=\"http:\/\/www.prbdressage.com\"><b><i>www.prbdressage.com<\/i><\/b><\/a><b><i>.<\/i><\/b><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die meisten Reiter lieben ihre Steigb\u00fcgel doch fast genauso sehr wie ihr Pferd. 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