{"id":2615,"date":"2018-04-16T11:29:10","date_gmt":"2018-04-16T10:29:10","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.equisense.com\/?p=2615"},"modified":"2021-07-16T09:52:54","modified_gmt":"2021-07-16T08:52:54","slug":"wie-funktioniert-ein-gebiss","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.equisense.com\/de\/wie-funktioniert-ein-gebiss\/","title":{"rendered":"Wie funktioniert ein Gebiss eigentlich?"},"content":{"rendered":"<p><i><span style=\"font-weight: 400;\">Ein Gebiss ins Pferdemaul zu schieben ist eine so festgefahrene Gewohnheit, dass man sich kaum noch dessen bewusst ist, dass dieses Metallst\u00fcck alles andere als harmlos sein kann. Man findet viele Artikel, durch die beim Reiter Schuldgef\u00fchle ausgel\u00f6st werden sollen und in denen die Meinung vertreten wird, ein Gebiss sei in jedem Fall schlecht f\u00fcr das Pferd. Artikel, in denen erkl\u00e4rt wird, <\/span><\/i><b><i>wie ein Gebiss \u00fcberhaupt funktioniert, damit man das passende f\u00fcr sein Pferd ausw\u00e4hlen kann<\/i><\/b><i><span style=\"font-weight: 400;\">, findet man hingegen nur wenige. <\/span><\/i><!--more--><\/p>\n<p><i><span style=\"font-weight: 400;\">In diesem Artikel k\u00f6nnen wir leider nicht auf die gebisslose Z\u00e4umung eingehen, da dieses Thema so umfangreich ist, dass man dar\u00fcber einen eigenen Artikel schreiben k\u00f6nnte. Vielleicht also beim n\u00e4chsten Mal. Die Fragen, auf die wir heute eingehen m\u00f6chten, sind: Auf welche Art und Weise funktionieren die verschiedenen Gebissformen? Welches Gebiss ist f\u00fcr mein Pferd am besten geeignet? Woher wei\u00df ich, ob mein aktuelles Gebiss meinem Pferd \u00fcberhaupt passt? <\/span><\/i><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Vielen Dank an <\/span><a href=\"http:\/\/www.equibitfit.com\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">G\u00e9raldine Vandevenne, bitfitteuse<\/a>, <span style=\"font-weight: 400;\">die diesen Artikel Probe gelesen und korrigiert hat. <\/span><\/p>\n<blockquote><p>Zum gleichen Thema: <a href=\"https:\/\/blog.equisense.com\/de\/sattel\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Welche Funktion hat der Sattel?<\/a><\/p><\/blockquote>\n<div id=\"toc_container\" class=\"no_bullets\"><p class=\"toc_title\">Table des mati&egrave;res<\/p><ul class=\"toc_list\"><li><a href=\"#Auf-welche-anatomischen-Strukturen-wirkt-das-Gebiss\">Auf welche anatomischen Strukturen wirkt das Gebiss?<\/a><\/li><li><a href=\"#Wie-waehle-ich-die-richtige-Groesse-des-Mundstuecks-aus\">Wie w\u00e4hle ich die richtige Gr\u00f6\u00dfe des Mundst\u00fccks aus?<\/a><\/li><li><a href=\"#Wie-funktioniert-das-einfache-Gebiss\">Wie funktioniert das einfache Gebiss?<\/a><\/li><li><a href=\"#Warum-sind-die-Mundstuecke-so-eigenartig-geformt\">Warum sind die Mundst\u00fccke so eigenartig geformt?<\/a><\/li><li><a href=\"#Und-was-hat-es-mit-der-Form-der-Trensenringe-auf-sich\">Und was hat es mit der Form der Trensenringe auf sich?<\/a><\/li><li><a href=\"#Und-die-komplexeren-Gebisse-wie-das-Pessoa-oder-das-Pelham\">Und die komplexeren Gebisse, wie das Pessoa oder das Pelham?<\/a><\/li><li><a href=\"#Was-bewirken-die-verschiedenen-Materialien\">Was bewirken die verschiedenen Materialien?<\/a><\/li><li><a href=\"#Fazit\">Fazit<\/a><\/li><\/ul><\/div>\n<h2><span id=\"Auf-welche-anatomischen-Strukturen-wirkt-das-Gebiss\"><strong>Auf welche anatomischen Strukturen wirkt das Gebiss?<\/strong><\/span><\/h2>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Das Gebiss, in der Form, in der wir es verwenden, wirkt auf die <\/span><b>Kinnlade<\/b><span style=\"font-weight: 400;\">. Dabei handelt es sich um die Zahnl\u00fccke zwischen den Schneide- und Backenz\u00e4hnen. Das Gebiss wirkt vor allem auf die folgenden 3 Bereiche, die alle \u00e4u\u00dferst sensibel sind:<\/span><\/p>\n<ul>\n<li><b>Die Zunge:<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> Sie besteht aus Muskeln und ist sensibler gegen\u00fcber \u201eQuetschungen\u201d als Druck. Ihre Gr\u00f6\u00dfe variiert je nach Pferd.<\/span><\/li>\n<li><b>Die Maulwinkel<\/b><span style=\"font-weight: 400;\">: Sie<\/span> <span style=\"font-weight: 400;\">sind noch etwas sensibler.<\/span><\/li>\n<li><strong><b>Die Kinnlade<\/b><span style=\"font-weight: 400;\">: Es handelt sich dabei um eine Schleimhaut an der Zahnl\u00fccke zwischen den unteren Schneide- und Backenz\u00e4hnen, die <\/span><b>\u00e4u\u00dferst sensibel<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> ist.<\/span> &#x1f628;<\/strong><\/li>\n<li><span style=\"font-weight: 400;\">Der <\/span><b>Unterkiefernerv <\/b><span style=\"font-weight: 400;\">(Nervus mandibularis): Er ist <\/span><b>extrem sensibel<\/b><span style=\"font-weight: 400;\">. Tr\u00e4gt das Pferd eine Kinnkette, wird er zwischen ihr und dem Kieferknochen \u201eeingeklemmt\u201d. Daher wird oft ein Schutz aus Leder angebracht (Kautschuk verbiegt sich schnell und ist oft zu dick). Dieser soll Verletzungen vorbeugen, auch wenn der Druck auf den Nerv durch die Verwendung eines anderen Materials bestehen bleibt. Aber dazu kommen wir sp\u00e4ter. <\/span><\/li>\n<\/ul>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Man kann also die Sch\u00e4rfe eines Gebisses beurteilen, ohne es jemals benutzt zu haben, einfach indem man sich die unterschiedlichen Druckstellen der verschiedenen Bestandteile eines Gebisses auf die K\u00f6rperteile des Pferdes vor Augen f\u00fchrt. Dabei solltest du nicht vergessen: <\/span><b>Pferde sind im Mund genauso sensibel wie wir<\/b><span style=\"font-weight: 400;\">!<\/span><\/p>\n<h2><span id=\"Wie-waehle-ich-die-richtige-Groesse-des-Mundstuecks-aus\"><b>Wie w\u00e4hle ich die richtige Gr\u00f6\u00dfe des Mundst\u00fccks aus?<\/b><\/span><\/h2>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Das ist eine gute Frage, die man sich leider nicht oft genug stellt. Man macht sich viele Gedanken \u00fcber den gew\u00fcnschten Effekt der verschiedenen Gebisse, aber es ist mindestens genauso wichtig, dass das Mundst\u00fcck richtig auf das Pferdemaul angepasst ist. Auf diese 3 Punkte solltest du achten:<\/span><\/p>\n<ul>\n<li style=\"font-weight: 400;\"><span style=\"font-weight: 400;\"><b>Die L\u00e4nge des Mundst\u00fccks<\/b> (in mm) muss an den jeweiligen Trensenring angepasst sein. Gebisse mit \u201elosen\u201d Trensenringen sollten auf jeder Seite etwa 5 mm aus dem Maul herausragen (ansonsten besteht die Gefahr, dass die Haut eingeklemmt wird). Gebisse mit \u201efestem\u201d Trensenring m\u00fcssen nur 2 mm<strong>&#x1f4cf;&nbsp;<\/strong>auf jeder Seite aus dem Maul herausragen.<strong>&nbsp;<\/strong><\/span><\/li>\n<li style=\"font-weight: 400;\"><b>Die Breite des Mundst\u00fccks <\/b><span style=\"font-weight: 400;\">muss an das Maul angepasst sein. Um dies zu \u00fcberpr\u00fcfen, kannst du die Lippen deines Pferdes bei geschlossenem Mund auf H\u00f6he der Kinnlade \u00f6ffnen. <\/span><b>Das Mundst\u00fcck sollte nicht breiter sein als diese Zahnl\u00fccke<\/b><span style=\"font-weight: 400;\">, sonst kann das Pferd sein Maul nicht schlie\u00dfen. Die Breite des Mundst\u00fccks sollte au\u00dferdem auf die Dicke der Zunge und somit an den zur Verf\u00fcgung stehenden Platz im Maul angepasst sein. <\/span><\/li>\n<li style=\"font-weight: 400;\"><b>Die H\u00f6he des Mundst\u00fccks <\/b><span style=\"font-weight: 400;\">(diese wird durch die Anpassung des Backenst\u00fccks ver\u00e4ndert) muss so angepasst sein, dass es nicht die Z\u00e4hne ber\u00fchrt (weder Schneide- noch Backenz\u00e4hne). Je nach Gr\u00f6\u00dfe des Pferdemauls sollten unterschiedlich viele Falten im Maulwinkel entstehen. <\/span><b>In der Regel sollten es 2 Falten sein<\/b><span style=\"font-weight: 400;\">. Es gibt jedoch auch Pferde, bei denen sich gar keine Falte oder bei denen sich 4 Falten bilden, und das Gebiss trotzdem passt. <\/span><\/li>\n<\/ul>\n<h2><span id=\"Wie-funktioniert-das-einfache-Gebiss\"><b>Wie funktioniert das einfache Gebiss?<\/b><\/span><\/h2>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Laut Definition wirkt ein einfaches Gebiss (mit einem Z\u00fcgelring auf jeder Seite und ohne Kinnkette) <\/span><b>in erster Linie auf die Maulwinkel<\/b><span style=\"font-weight: 400;\">. Aber Vorsicht, das h\u00e4ngt nat\u00fcrlich vom Winkel zwischen dem Hals und dem Kopf des Pferdes ab, bzw. dem Winkel zwischen <\/span><b>dem Pferdemaul und deinen H\u00e4nden<\/b><span style=\"font-weight: 400;\">.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Je mehr das Maul und deine H\u00e4nde <\/span><b>auf einer Linie<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> sind (tiefer Hals oder hohe H\u00e4nde), desto st\u00e4rker ist die Wirkung auf die <\/span><b>Maulwinkel<\/b><span style=\"font-weight: 400;\">. Bildet das Maul (bzw. die gedachte Linie, s.u.) einen <\/span><b>rechten Winkel<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> mit den Z\u00fcgeln (das Pferd \u201everkriecht\u201d sich oder die Position der H\u00e4nde ist sehr tief), dann wirkt das Gebiss <\/span><b>ausschlie\u00dflich auf die Kinnlade<\/b><span style=\"font-weight: 400;\">.<\/span><\/p>\n<figure id=\"attachment_312\" aria-describedby=\"caption-attachment-312\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" class=\"wp-image-312 size-medium\" src=\"https:\/\/blog.equisense.com\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Capture-d\u2019\u00e9cran-2017-01-22-\u00e0-18.31.56-300x147.png\" alt=\"Ist der Winkel zwischen Kopf und Hals offen, erfolgt die Einwirkung der H\u00e4nde parallel zur Achse der Kinnlade. Daher wirkt die Bewegung der H\u00e4nde haupts\u00e4chlich auf die Maulwinkel.\" width=\"300\" height=\"147\"><figcaption id=\"caption-attachment-312\" class=\"wp-caption-text\">Ist der Winkel zwischen Kopf und Hals offen, erfolgt die Einwirkung der H\u00e4nde parallel zur Achse der Kinnlade. Daher wirkt die Bewegung der H\u00e4nde haupts\u00e4chlich auf die Maulwinkel.<\/figcaption><\/figure>\n<p><img class=\"wp-image-313 size-medium\" src=\"https:\/\/blog.equisense.com\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Capture-d\u2019\u00e9cran-2017-01-22-\u00e0-18.32.18-300x276.png\" alt=\"&quot;<yoastmark\"><\/p>\n<h2><span id=\"Warum-sind-die-Mundstuecke-so-eigenartig-geformt\"><b>Warum sind die Mundst\u00fccke so eigenartig geformt?<\/b><\/span><\/h2>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Es gibt tats\u00e4chlich verschiedene Formen f\u00fcr Mundst\u00fccke. Wie oft es \u201egebrochen\u201d ist, ist hier jedoch das entscheidende Kriterium.<\/span><\/p>\n<h3>Stangengebiss<\/h3>\n<p><b>Stangengebisse wirken deutlich mehr auf die Zunge<\/b><span style=\"font-weight: 400;\">, daf\u00fcr weniger auf die Kinnlade. Da diese Gebisse keine einseitige Hilfengebung erm\u00f6glichen, ist diese nicht allzu pr\u00e4zise. Dabei sollte man allerdings beachten, dass <\/span><b>nicht alle Pferde den stetigen Druck auf der Zunge m\u00f6gen<\/b><span style=\"font-weight: 400;\">. Dieser Druck auf die Zunge hat au\u00dferdem gro\u00dfe Auswirkungen auf die Bewegung des Pferdes. Die Zunge ist n\u00e4mlich mit dem Zungenbein (os hyoideum) verbunden, von dem aus Muskeln in Richtung des Sternums f\u00fchren und &nbsp;das au\u00dferdem mit dem Sch\u00e4del verbunden ist. <\/span><\/p>\n<figure id=\"attachment_2041\" aria-describedby=\"caption-attachment-2041\" style=\"width: 400px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" class=\"wp-image-2041\" src=\"https:\/\/blog.equisense.com\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/mors_droit-e1519136732145-300x144.jpg\" alt=\"Abbildung eines Stangengebiss\" width=\"400\" height=\"192\" srcset=\"https:\/\/blog.equisense.com\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/mors_droit-e1519136732145-300x144.jpg 300w, https:\/\/blog.equisense.com\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/mors_droit-e1519136732145-768x369.jpg 768w, https:\/\/blog.equisense.com\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/mors_droit-e1519136732145-1024x491.jpg 1024w, https:\/\/blog.equisense.com\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/mors_droit-e1519136732145-563x270.jpg 563w\" sizes=\"(max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-2041\" class=\"wp-caption-text\">Stangengebiss<\/figcaption><\/figure>\n<h3>Gebrochenes Gebiss<\/h3>\n<p><b>Das gebrochene Gebiss (einfach oder doppelt gebrochen) <\/b><span style=\"font-weight: 400;\">knickt sich bei einem Z\u00fcgelzug in der Mitte. Je nach Form des Mundst\u00fccks und der Position der H\u00e4nde im Verh\u00e4ltnis zum Pferdemaul kann es auf den Gaumen des Pferdes dr\u00fccken. Die Wirkung auf die Kinnlade ist dabei unterschiedlich. &nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/span><b>&nbsp;<\/b><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Einfach gebrochene Gebisse k\u00f6nnen je nach Position der Hand im Verh\u00e4ltnis zum Maul den sog. \u201eNussknackereffekt\u201d haben. Diese Art Gebiss \u00fcbt Druck auf die Kinnlade des Pferdes aus, daf\u00fcr aber weniger auf die Zunge. <\/span><\/p>\n<figure id=\"attachment_2042\" aria-describedby=\"caption-attachment-2042\" style=\"width: 400px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" class=\"wp-image-2042\" src=\"https:\/\/blog.equisense.com\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/mors_verdun_brise-e1519136958406-300x123.png\" alt=\"D-Trense, einfach gebrochen mit Kupferrolle\" width=\"400\" height=\"164\" srcset=\"https:\/\/blog.equisense.com\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/mors_verdun_brise-e1519136958406-300x123.png 300w, https:\/\/blog.equisense.com\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/mors_verdun_brise-e1519136958406.png 511w\" sizes=\"(max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-2042\" class=\"wp-caption-text\">D-Trense, einfach gebrochen mit Kupferrolle<\/figcaption><\/figure>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Doppelt gebrochene Gebisse erm\u00f6glichen eine <\/span><b>recht pr\u00e4zise<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> Hilfengebung, da die beiden Seiten beweglicher sind als bei einem Stangen- oder einfach gebrochenem Gebiss.<\/span><\/p>\n<figure id=\"attachment_2043\" aria-describedby=\"caption-attachment-2043\" style=\"width: 400px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" class=\"wp-image-2043\" src=\"https:\/\/blog.equisense.com\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/mors_olive_double_brisure-300x102.png\" alt=\"Olivenkopftrense, doppelt gebrochen\" width=\"400\" height=\"136\" srcset=\"https:\/\/blog.equisense.com\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/mors_olive_double_brisure-300x102.png 300w, https:\/\/blog.equisense.com\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/mors_olive_double_brisure.png 525w\" sizes=\"(max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-2043\" class=\"wp-caption-text\">Olivenkopftrense, doppelt gebrochen<\/figcaption><\/figure>\n<h3>Weitere Gebisse<\/h3>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Es gibt au\u00dferdem Gebisse, die das Pferd <\/span><b>zu vermehrtem Kauen anregen<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> sollen, z.B. Gebisse mit Rollen oder Kupfereinlagen, die den Zweck haben, den Speichelfluss zu erh\u00f6hen. <\/span><b>Zungenstrecker <\/b><span style=\"font-weight: 400;\">(auch L\u00f6ffeltrense genannt)<\/span> <span style=\"font-weight: 400;\">sollen verhindern, dass das Pferd seine Zunge nicht \u00fcber das Gebiss legen kann, um sich so den Z\u00fcgelhilfen zu entziehen. Aber hier ist Vorsicht geboten: Streckt dein Pferd <\/span><b>die Zunge \u00fcber das Gebiss oder zur Seite aus dem Maul heraus<\/b><span style=\"font-weight: 400;\">, dann tut es das meistens, <\/span><b>weil es Schmerzen hat! <\/b><span style=\"font-weight: 400;\">Es daran zu hindern, sich den Schmerzen entziehen zu wollen, ist also nicht die L\u00f6sung des Problems. Auf der anderen Seite gibt auch Gebisse, die f\u00fcr zus\u00e4tzliche <\/span><b>Zungenfreiheit<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> sorgen sollen. Diese haben wiederum den Nachteil, dass statt auf die Zunge, mehr Druck auf die Kinnlade ausge\u00fcbt wird. Das Mundst\u00fcck ist hier im Bereich der Zunge gebogen. Dieser Bereich ist jedoch oft zu schmal, sodass die Zunge nicht ausreichend Platz hat. &nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/span><b>&nbsp;<\/b><span style=\"font-weight: 400;\">&nbsp;<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Au\u00dferdem sollte man sich der Tatsache bewusst sein, dass <\/span><b>je d\u00fcnner das Mundst\u00fcck ist, desto sch\u00e4rfer ist es. <\/b><span style=\"font-weight: 400;\">Der Bereich, auf den Druck ausge\u00fcbt wird, ist kleiner, daher wird der Druck umso intensiver wahrgenommen. An dieser Stelle ein bisschen Physik: Druck = Kraft \/ Fl\u00e4che. Um den Druck zu senken, muss also entweder weniger Kraft aufgewendet oder die Fl\u00e4che vergr\u00f6\u00dfert werden. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Bei <\/span><b>gedrehten Gebissen <\/b><span style=\"font-weight: 400;\">mit (mehr oder weniger) scharfen Kanten kann die <\/span><b>Sch\u00e4rfe <\/b><span style=\"font-weight: 400;\">und die Wirkung auf das Pferdemaul wirklich <\/span><b>extrem<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> sein\u2026 <\/span> &#x1f631;<\/p>\n<h2><span id=\"Und-was-hat-es-mit-der-Form-der-Trensenringe-auf-sich\"><b>Und was hat es mit der Form der Trensenringe auf sich?<\/b><\/span><\/h2>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Je nach Gebiss sind die Gebissringe beweglich oder nicht. <\/span><\/p>\n<p><b>Sind sie nicht beweglich<\/b><span style=\"font-weight: 400;\">, wie bei der Olivenkopftrense oder der D-Trense, dann ist die Latenzzeit zwischen der Z\u00fcgelhilfe des Reiters und dem Effekt auf das Pferdemaul sehr gering. Daher ist die Hilfengebung mit diesen Gebissen sehr <\/span><b>pr\u00e4zise<\/b><span style=\"font-weight: 400;\">. &nbsp;<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Auch <\/span><b>die Form des Trensenrings <\/b><span style=\"font-weight: 400;\">selbst (z. B. die D-Trense, die Schenkeltrense \/ Knebeltrense oder die Halbknebeltrense) spielt eine Rolle und beeinflusst, wie einfach sich das Pferd dirigieren l\u00e4sst. Je gr\u00f6\u00dfer der Trensenring (bzw. das \u201eD\u201d der D-Trense oder die \u201eSchenkel bzw. Knebel\u201d Schenkeltrense), desto mehr verteilt sich die vom Reiter durch den Z\u00fcgelzug ausge\u00fcbte Kraft auf das Maul und desto sanfter ist daher die Wirkung. &nbsp;&nbsp;<\/span><\/p>\n<figure id=\"attachment_2044\" aria-describedby=\"caption-attachment-2044\" style=\"width: 400px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" class=\"wp-image-2044\" src=\"https:\/\/blog.equisense.com\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/mors_aiguille_double_brisure-300x179.png\" alt=\"Schenkeltrense \/ Knebeltrense\" width=\"400\" height=\"239\" srcset=\"https:\/\/blog.equisense.com\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/mors_aiguille_double_brisure-300x179.png 300w, https:\/\/blog.equisense.com\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/mors_aiguille_double_brisure.png 393w\" sizes=\"(max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-2044\" class=\"wp-caption-text\">Schenkeltrense \/ Knebeltrense<\/figcaption><\/figure>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Bei der Halbknebeltrense ist der Knebel flach, wodurch die Wirkung durch die Hand abgemildert wird (gr\u00f6\u00dfere Fl\u00e4che, also sanftere Wirkung). Vielleicht hast du dir auch (genau wie ich) schon \u00f6fter die Frage gestellt, wozu die Knebel \u00fcberhaupt gut sein sollen: Zeigen die Schenkel nach unten, verhindern sie lediglich das Herausrutschen des Mundst\u00fcck aus dem Pferdemaul. Zeigen die Knebel nach oben, haben sie die gleiche Funktion wie eine Knebeltrense. &nbsp;&nbsp;<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Hat ein Gebiss mehrere Ringe, dann ist das nochmal einen andere Geschichte. <\/span><\/p>\n<h2><span id=\"Und-die-komplexeren-Gebisse-wie-das-Pessoa-oder-das-Pelham\"><b>Und die komplexeren Gebisse, wie das Pessoa oder das Pelham?<\/b><\/span><\/h2>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Die entscheidende Frage bei diesen Gebissen ist folgende: <b>Gibt es eine Kinnkette oder nicht?<\/b><br \/>\n<\/span><\/p>\n<h3>Z\u00e4umung ohne Kinnkette<\/h3>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Bei Z\u00e4umungen <\/span><b>ohne Kinnkette<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> (z. B. Pessoa, Baucher) bewegt sich der obere Trensenring (an dem der Trensenzaum befestigt ist) durch den Z\u00fcgelzug des Reiters nach vorne. Es wird also Druck auf das Genick ausge\u00fcbt, wodurch das Pferd nachgibt. Das Mundst\u00fcck wird au\u00dferdem im Mund nach oben gezogen und wirkt daher auf die Maulwinkel. Es hat also eine <\/span><b>aufrichtende Wirkung<\/b><span style=\"font-weight: 400;\">. &nbsp;&nbsp;<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Dieser Effekt ist <\/span><b>umso st\u00e4rker, <\/b><span style=\"font-weight: 400;\">je gr\u00f6\u00dfer der Trensenring ist und<\/span><b> je l\u00e4nger der <\/b><span style=\"font-weight: 400;\">\u201e<\/span><b>Stab<\/b><span style=\"font-weight: 400;\">\u201d<\/span> <span style=\"font-weight: 400;\">ist, der nach oben f\u00fchrt. Denn je l\u00e4nger er ist, desto weiter wird das Mundst\u00fcck nach oben gezogen und desto st\u00e4rker ist die Wirkung auf das Genick. &nbsp;&nbsp;<\/span><\/p>\n<figure id=\"attachment_324\" aria-describedby=\"caption-attachment-324\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" class=\"wp-image-324 size-medium\" src=\"https:\/\/blog.equisense.com\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/mors-pessoa-4-anneaux-a-embouchure-coulissante-300x225.jpg\" alt=\"Pessoa-Gebiss mit 4 Ringen \/ 4-fach-Ringtrense\" width=\"300\" height=\"225\"><figcaption id=\"caption-attachment-324\" class=\"wp-caption-text\">Pessoa-Gebiss mit 4 Ringen \/ 4-fach-Ringtrense<\/figcaption><\/figure>\n<figure id=\"attachment_314\" aria-describedby=\"caption-attachment-314\" style=\"width: 400px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" class=\"wp-image-314\" src=\"http:\/\/blog.equisense.com\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Capture-d\u2019\u00e9cran-2017-01-22-\u00e0-18.32.30-300x235.png\" alt=\"Wirkweise des Pessoa-Gebisses (Aufrichtung) Die Verbindung mehrerer Gebissringe sorgt f\u00fcr eine etwas sanftere Hilfengebung\" width=\"400\" height=\"313\" srcset=\"https:\/\/blog.equisense.com\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Capture-d\u2019\u00e9cran-2017-01-22-\u00e0-18.32.30-300x235.png 300w, https:\/\/blog.equisense.com\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Capture-d\u2019\u00e9cran-2017-01-22-\u00e0-18.32.30-345x270.png 345w, https:\/\/blog.equisense.com\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Capture-d\u2019\u00e9cran-2017-01-22-\u00e0-18.32.30.png 683w\" sizes=\"(max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-314\" class=\"wp-caption-text\">Wirkweise des Pessoa-Gebisses (Aufrichtung). Die Verbindung mehrerer Gebissringe sorgt f\u00fcr eine etwas sanftere Hilfengebung<\/figcaption><\/figure>\n<h3>Z\u00e4umungen mit Kinnkette<\/h3>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Auch wenn bei einer Z\u00e4umung mit Kinnkette (z. B. Pelham, L\u2019Hotte) der obere Trensenring nach oben gezogen wird und somit Druck auf das Genick aus\u00fcbt, liegt der grundlegende Unterschied darin, dass das Mundst\u00fcck sich nicht nach oben bewegen kann, da der Hebelpunkt &nbsp;die Kinnkette ist. <\/span><b>Stattdessen dr\u00fcckt &nbsp;das Mundst\u00fcck auf die Kinnlade und die Kinnkette \u00fcbt Druck auf den Knochen und den Nerv des Unterkiefers aus<\/b><span style=\"font-weight: 400;\">. Das Pferd hat also keine andere Wahl. Es muss also den Winkel zwischen Kopf und Hals verringern, um dieser enormen Kraft nachzugeben. Die Kinnkette f\u00fchrt also dazu, dass das Pferd seinen Kopf senkt. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Je mehr durch das Annehmen der Z\u00fcgel der Kopf gesenkt wird (also je l\u00e4nger der Stab), desto st\u00e4rker ist die Wirkung. Eine Kinnkette sollte generell so eingestellt sein, dass sie nachgibt, sobald der Stab und das Maul einen Winkel von 45\u00b0 Grad bilden. <\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<figure id=\"attachment_325\" aria-describedby=\"caption-attachment-325\" style=\"width: 201px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" class=\"wp-image-325 size-full\" src=\"https:\/\/blog.equisense.com\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/mors-pelham-e1485166494196.jpg\" alt=\"Pelham\" width=\"201\" height=\"129\"><figcaption id=\"caption-attachment-325\" class=\"wp-caption-text\">Pelham<\/figcaption><\/figure>\n<figure id=\"attachment_315\" aria-describedby=\"caption-attachment-315\" style=\"width: 400px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" class=\"wp-image-315\" src=\"http:\/\/blog.equisense.com\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Capture-d\u2019\u00e9cran-2017-01-22-\u00e0-18.32.35-300x260.png\" alt=\"Wirkungsweise des Pelham (senkend)\" width=\"400\" height=\"347\" srcset=\"https:\/\/blog.equisense.com\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Capture-d\u2019\u00e9cran-2017-01-22-\u00e0-18.32.35-300x260.png 300w, https:\/\/blog.equisense.com\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Capture-d\u2019\u00e9cran-2017-01-22-\u00e0-18.32.35-312x270.png 312w, https:\/\/blog.equisense.com\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Capture-d\u2019\u00e9cran-2017-01-22-\u00e0-18.32.35.png 585w\" sizes=\"(max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-315\" class=\"wp-caption-text\">Wirkungsweise des Pelham (senkend). Die Kinnkette ver\u00e4ndert die Wirkweise des Gebisses, da sie haupts\u00e4chlich auf die Kinnlade wirkt. Die Verbindung mehrerer Gebissringe sorgt f\u00fcr eine etwas sanftere Hilfengebung.<\/figcaption><\/figure>\n<h2><span id=\"Was-bewirken-die-verschiedenen-Materialien\"><b>Was bewirken die verschiedenen Materialien?<\/b><\/span><\/h2>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Es gibt Mundst\u00fccke aus vielen verschiedenen Materialien. Edelstahl, Kupfer, Kautschuk, Harz\u2026<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Was man auf jeden Fall wissen sollte:<\/span><\/p>\n<ul>\n<li style=\"font-weight: 400;\"><b>schwarzer Kautschuk kann zu Verbrennungen f\u00fchren <\/b><span style=\"font-weight: 400;\">(er erw\u00e4rmt sich durch Reibung)<\/span><\/li>\n<li style=\"font-weight: 400;\"><b>(Kunst-)Harz nutzt sich schnell ab und kann zur Verletzung der Schleimh\u00e4ute f\u00fchren<\/b><\/li>\n<li style=\"font-weight: 400;\"><b>Leder <\/b><span style=\"font-weight: 400;\">ist oft zu dick und die N\u00e4hte k\u00f6nnen f\u00fcr das Pferd unangenehm sein. Au\u00dferdem ist es chemisch behandelt. Nicht gerade optimal&#8230;<\/span><\/li>\n<li style=\"font-weight: 400;\"><b>Kupfer <\/b><span style=\"font-weight: 400;\">(niemals alleiniger Bestandteil eines Mundst\u00fccks) soll den <\/span><b>Speichelfluss<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> des Pferdes anregen und es zum Kauen motivieren<\/span><\/li>\n<li style=\"font-weight: 400;\"><span style=\"font-weight: 400;\">generell sind Legierungen oft angenehmer f\u00fcr das Pferd, einige sind besonders w\u00e4rmebest\u00e4ndig und andere sind besonders leicht<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Ein kleiner Tipp: Wenn es drau\u00dfen kalt ist, solltest du nicht vergessen, <b>das Mundst\u00fcck anzuw\u00e4rmen, bevor du dein Pferd auftrenst<\/b>. Ein eiskaltes Gebiss&nbsp;&#x2603;&nbsp;ist sehr unangenehm f\u00fcr das Pferd.<\/span><\/p>\n<h2><span id=\"Fazit\"><b>Fazit<\/b><\/span><\/h2>\n<p><b>Die Wahl des Gebisses ist sehr wichtig und man sollte die Neigungen, die Anatomie und auch die Vorlieben seines Pferdes beachten. <\/b><span style=\"font-weight: 400;\">Manche Gebisse, die als sanft gelten, kommen bei deinem Pferd vielleicht gar nicht gut an. Du solltest beachte, dass ein sch\u00e4rferes, aber passendes und gut sitzendes Gebiss von deinem Pferd oft besser angenommen wird, als ein \u201esanfteres\u201d Gebiss, das ihm nicht richtig passt. Auch die Z\u00e4umung hat einen gro\u00dfen Einfluss darauf, ob das Pferd sich beim Reiten entspannen kann oder nicht. Solltest du dir unsicher sein, dann solltest du dir einen <\/span><b>Bitfitter <\/b><span style=\"font-weight: 400;\">zu Hilfe holen, denn es ist ihr Beruf, dir bei der Wahl des richtigen Gebisses f\u00fcr dein Pferd zu helfen! Dabei ber\u00fccksichtigen sie das Alter, das Niveau und die Disziplin von Pferd und Reiter, mit dem Ziel, dass du nicht in den Teufelskreis von immer und immer sch\u00e4rfer werdenden Gebissen ger\u00e4tst.<\/span><\/p>\n<blockquote><p><i><span style=\"font-weight: 400;\">Ein Gebiss ist sanft, wenn es an die Neigungen und die Anatomie des Pferdes und an die Z\u00fcgelf\u00fchrung des Reiters angepasst ist.<\/span><\/i><\/p><\/blockquote>\n<h3>Das Problem mit der harten Hand<\/h3>\n<p><b>Die Anpassung ist wichtig, die Art des Mundst\u00fccks ist wichtig, das Material ist wichtig, und die Z\u00fcgelf\u00fchrung nat\u00fcrlich auch. <\/b><span style=\"font-weight: 400;\">Eine Studie zeigt: Ist die Spannung auf den Z\u00fcgeln zu hoch, kommt es h\u00e4ufig zu Fehlverhalten (Z\u00e4hneknirschen, Zunge \u00fcber dem Gebiss, Zungen aus dem Maul herausgestreckt\u2026), das sich, selbst wenn man das Gebiss auswechselt, immer weiter verschlimmert (Manfredi et al., 2010). Sollte dein Pferd also sein Maul aufrei\u00dfen oder mit den Z\u00e4hnen knirschen, oder sonst irgendwie versuchen, sich gegen das Gebiss oder die Z\u00e4umung zu wehren, dann solltest du als Reiter dir folgende Fragen stellen: Passt das Mundst\u00fcck bzw. die Trense meinem Pferd? Entstehen Druckstellen? Hat es Schmerzen? Und vor allem: <\/span><b>Habe ich eine harte Hand?<\/b><\/p>\n<blockquote><p>Weiterlesen:&nbsp;<a href=\"https:\/\/blog.equisense.com\/de\/das-zuegelmass-und-die-harte-hand\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Finde heraus, ob du eine harte Hand hast<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Sollte also das Gebiss nicht gut im Maul liegen oder einfach nicht f\u00fcr das Pferd geeignet sein, dann bringt es nichts, die Z\u00e4umung einfach enger zu verschnallen oder einen Sperrriemen anzubringen. Und man sollte immer bedenken: <strong>Scharfes Gebiss, weiche Hand. Weiches Gebiss\u2026 ebenfalls weiche Hand<\/strong>!<\/span><\/p>\n<blockquote><p><i><span style=\"font-weight: 400;\">\u201eDadurch, dass wir so viele k\u00fcnstliche Hilfsmittel haben, um das Pferd zu dirigieren, ist es uns kaum noch m\u00f6glich, ihm zuzuh\u00f6ren. Denn wie sollen wir h\u00f6ren, was es uns mitteilen will, wenn wir es vorher zum Schweigen gebracht haben?\u201d G\u00e9n\u00e9ral d\u2019Aure.<\/span><\/i><\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Camille Saute<\/strong><br \/>\n<b>R&amp;D-Managerin bei Equisense<\/b><\/p>\n<h6>Quellen<\/h6>\n<h6><span style=\"font-weight: 400;\">J.M. Manfredi, D. Rosenstein, J.L. Lanovaz, S. Nauwelaerts, H.M. Clayton, 2010, Fluoroscopic study of oral behaviours in response to the presence of a bit and the effects of rein tension, Comparative Exercise Physiology 6(4); 143\u2013148 <\/span><\/h6>\n<h6><span style=\"font-weight: 400;\">Delavenna V., 2003, Les mors et enr\u00eanements : mode d\u2019action, utilisation, application \u00e0 la biom\u00e9canique et au travail du cheval, th\u00e8se v\u00e9t\u00e9rinaire, Universit\u00e9 Claude Bernard Lyon I<\/span><\/h6>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Gebiss ins Pferdemaul zu schieben ist eine so festgefahrene Gewohnheit, dass man sich kaum&#8230;<\/p>\n<p class=\"read-more\"><a class=\"btn btn-default\" href=\"https:\/\/blog.equisense.com\/de\/wie-funktioniert-ein-gebiss\/\">Weiterlesen<span class=\"screen-reader-text\"> Weiterlesen<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":30277,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_monsterinsights_skip_tracking":false,"_monsterinsights_sitenote_active":false,"_monsterinsights_sitenote_note":"","_monsterinsights_sitenote_category":0},"categories":[10378],"tags":[2858,2857,2859,2860],"yst_prominent_words":[1732,1691,2832,2834,2840,2826,579,2823,2855,580,614,2849,2839,2845,2842,2856,1113,725,2848,627],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.equisense.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2615"}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.equisense.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.equisense.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.equisense.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.equisense.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2615"}],"version-history":[{"count":16,"href":"https:\/\/blog.equisense.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2615\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":30300,"href":"https:\/\/blog.equisense.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2615\/revisions\/30300"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.equisense.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/30277"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.equisense.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2615"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.equisense.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2615"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.equisense.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2615"},{"taxonomy":"yst_prominent_words","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.equisense.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/yst_prominent_words?post=2615"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}