{"id":2633,"date":"2018-04-17T15:17:40","date_gmt":"2018-04-17T14:17:40","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.equisense.com\/?p=2633"},"modified":"2021-08-24T14:51:29","modified_gmt":"2021-08-24T13:51:29","slug":"weiche_hand_beim_reiten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.equisense.com\/de\/weiche_hand_beim_reiten\/","title":{"rendered":"BEIM REITEN EINE WEICHE HAND BEIBEHALTEN"},"content":{"rendered":"\n<p><em>Viele Reiter haben die Gewohnheit, bewusst oder unbewusst eine harte Hand beim Reiten zu haben. Es ist schwierig, diese wieder loszuwerden, wenn sie sich einmal in das Unterbewusstsein verankert hat. Aber was bedeutet es, eine &#8222;weiche Hand&#8220; beim Reiten zu haben?<\/em><\/p>\n\n\n\n<div id=\"toc_container\" class=\"no_bullets\"><p class=\"toc_title\">Table des mati&egrave;res<\/p><ul class=\"toc_list\"><li><a href=\"#Moeglichkeiten-die-Hand-beim-Reiten-zu-schonen\">M\u00f6glichkeiten, die Hand beim Reiten zu schonen<\/a><\/li><li><a href=\"#Was-ist-das-Zuegelmass\">Was ist das Z\u00fcgelma\u00df?<\/a><\/li><li><a href=\"#Wie-wird-das-Zuegelmass-gemessen\">Wie wird das Z\u00fcgelma\u00df gemessen?<\/a><\/li><li><a href=\"#Welche-Kraft-wirkt-wirklich-auf-das-Pferdemaul\">Welche Kraft wirkt wirklich auf das Pferdemaul?<\/a><\/li><li><a href=\"#Welche-Werte-sind-fuer-das-Pferd-eigentlich-noch-ertraeglich\">Welche Werte sind f\u00fcr das Pferd eigentlich noch ertr\u00e4glich?<\/a><\/li><li><a href=\"#Wann-kann-eine-zu-hohe-Krafteinwirkung-zum-Problem-werden\">Wann kann eine zu hohe Krafteinwirkung zum Problem werden?<\/a><\/li><li><a href=\"#Unsere-Tipps-fuer-eine-weichere-Hand-beim-Reiten\">Unsere Tipps f\u00fcr eine weichere Hand beim Reiten<\/a><\/li><li><a href=\"#Die-Kommunikation-zwischen-Ihnen-und-Ihrem-Pferd-muss-stimmen\">Die Kommunikation zwischen Ihnen und Ihrem Pferd muss stimmen<\/a><\/li><li><a href=\"#Fazit\">Fazit<\/a><\/li><\/ul><\/div>\n<h2><span id=\"Moeglichkeiten-die-Hand-beim-Reiten-zu-schonen\">M\u00f6glichkeiten, die Hand beim Reiten zu schonen<\/span><\/h2>\n\n\n\n<p>Die Ursprungsproblematik einer harten Hand ist die folgende:<\/p>\n\n\n\n<ul><li><strong>Die Z\u00fcgelspannung ist zu hoch:<\/strong> der Reiter &#8222;zieht&#8220; zu stark<\/li><li><strong>Keine lockere Haltung der H\u00e4nde oder Arme:<\/strong> der Reiter ist wie erstarrt<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Bei einer starren Haltung ist das Problem oft, dass der Reiter nicht mit den Bewegungen des Pferdes mitgeht. Dadurch ist das Pferd mit einer \u201charten\u201d Hand konfrontiert, die seine Bewegungen beeintr\u00e4chtigen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" width=\"878\" height=\"367\" src=\"https:\/\/blog.equisense.com\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/zoom_main.jpg\" alt=\"weiche hand beim reiten\" class=\"wp-image-30887\" srcset=\"https:\/\/blog.equisense.com\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/zoom_main.jpg 878w, https:\/\/blog.equisense.com\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/zoom_main-300x125.jpg 300w, https:\/\/blog.equisense.com\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/zoom_main-768x321.jpg 768w, https:\/\/blog.equisense.com\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/zoom_main-604x252.jpg 604w, https:\/\/blog.equisense.com\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/zoom_main-850x355.jpg 850w\" sizes=\"(max-width: 878px) 100vw, 878px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<h2><span id=\"Was-ist-das-Zuegelmass\"><b>Was ist das Z\u00fcgelma\u00df?<\/b><\/span><\/h2>\n\n\n\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Das Z\u00fcgelma\u00df ist definiert als die <strong>Intensit\u00e4t der Verbindung zwischen Reiterhand und Pferdemaul<\/strong>. Das Z\u00fcgelma\u00df ist also die Kraft, die aus den Bewegungen deiner H\u00e4nde und dem Widerstand durch das Pferdemaul entsteht. Es wird durch die L\u00e4nge der Z\u00fcgel und auch durch die Positionierung der Hand ver\u00e4ndert. <\/span><\/p>\n\n\n\n<h2><span id=\"Wie-wird-das-Zuegelmass-gemessen\"><b>Wie wird das Z\u00fcgelma\u00df gemessen?<\/b><\/span><\/h2>\n\n\n\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Die Kraft, die wir auf die Z\u00fcgel auswirken, kann mittels eines Zugsensors gemessen werden. [2] Es handelt sich dabei um einen kleinen Sensor, der zwischen dem Gebiss und \u00a0den Z\u00fcgeln angebracht wird. Die <strong>Spannung wird in Newton gemessen<\/strong>, 1 Newton entspricht etwa der Kraft, die durch 100g ausgel\u00f6st wird. Im Folgenden sind jedoch alle Angaben in kg, auch wenn dies eigentlich nicht ganz korrekt ist. <\/span><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-background\" style=\"background-color:#f2f2f2\">Mehr erfahren &#x1f4da; : <a href=\"https:\/\/blog.equisense.com\/de\/wie-funktioniert-ein-gebiss\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Wie funktioniert ein Gebiss eigentlich<\/a><\/p>\n\n\n\n<h2><span id=\"Welche-Kraft-wirkt-wirklich-auf-das-Pferdemaul\"><b>Welche Kraft wirkt wirklich auf das Pferdemaul?<\/b><\/span><\/h2>\n\n\n\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Was glaubst du? 100 g? 500 g? 1 kg? 10 kg?<\/span><\/p>\n\n\n\n<h3><span style=\"font-weight: 400;\">Manchmal auf jeden Fall zu viel\u2026<\/span><\/h3>\n\n\n\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Selbst Wissenschaftler sind sich hier nicht ganz einig. Zun\u00e4chst einmal ist die Kraft von der Gangart abh\u00e4ngig. Im Schritt und im Trab \u00fcbt man weniger Kraft auf die Z\u00fcgel aus als im Galopp. Weitere Faktoren sind nat\u00fcrlich der Reiter selbst, die Disziplin und die Situation, z. B. \u00dcberg\u00e4nge in eine andere Gangart. Die Werte variieren enorm, n\u00e4mlich zwischen 1\u2026 und 80!<\/span><\/p>\n\n\n\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Im Trab liegen die Werte durchschnittlich bei etwa 0,5 kg, im Trab bei 2 kg und im Galopp bei 3 kg, und das pro Z\u00fcgel! Aber sie k\u00f6nnen noch viel h\u00f6her sein. Studien zeigen, dass Werte von bis zu 150 N, also 15 kg nicht ungew\u00f6hnlich sind, beim Durchparieren aus dem Galopp zum Halt bis zu 25 kg und bei Trabrennen sogar bis zu 40 kg! [2] [3] [4] [5] [6] [7] [8] [9]<\/span><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image wp-image-521 size-large\"><figure class=\"aligncenter\"><img loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/blog.equisense.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/IMG_4940-1024x683.jpg\" alt=\"Beispiel f\u00fcr einen \u00dcbergang vom Galopp zum Halt ohne Annehmen der Z\u00fcgel \u00a9Equisense\" class=\"wp-image-521\" srcset=\"https:\/\/blog.equisense.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/IMG_4940-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/blog.equisense.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/IMG_4940-300x200.jpg 300w, https:\/\/blog.equisense.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/IMG_4940-768x512.jpg 768w, https:\/\/blog.equisense.com\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/IMG_4940-405x270.jpg 405w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Beispiel f\u00fcr einen \u00dcbergang vom Galopp zum Halt ohne Annehmen der Z\u00fcgel \u00a9Equisense<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<h3><span style=\"font-weight: 400;\">\u2026nicht konstant\u2026<\/span><\/h3>\n\n\n\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Neben den Durchschnittswerten spielt nat\u00fcrlich auch die Konstantheit eine Rolle. Selbst wenn wir denken, dass der Kontakt und das Z\u00fcgelma\u00df konstant sind, kann genau das Gegenteil der Fall sein. Die Ver\u00e4nderungen treten oft nach demselben Schema auf und h\u00e4ngen stark von der jeweiligen Gangart ab. Die Abbildung zeigt Spannungskurven, die synchron zum Laufrhythmus des Pferdes verlaufen (im Schritt und im Trab 2 Spitzen pro Schritt und im Galopp 1 Spitze pro Sprung).<\/span><\/p>\n\n\n\n<h3><span style=\"font-weight: 400;\">\u2026und nicht symmetrisch! <\/span><\/h3>\n\n\n\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Meinst du, deine Z\u00fcgelf\u00fchrung ist konstant? Das ist wirklich schwer zu beurteilen. Denn oftmals t\u00e4uscht man sich!<\/span><\/p>\n\n\n\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Tats\u00e4chlich denken die meisten Reiter, dass die Z\u00fcgelf\u00fchrung ihren beiden H\u00e4nde konstant sei. Die Grafik zeigt jedoch, dass das Gegenteil der Fall ist: Der Gro\u00dfteil von uns hat keine konstante Z\u00fcgelf\u00fchrung auf beiden Z\u00fcgeln und sie ist alles andere als symmetrisch. Unsere Pferde sind das \u00fcbrigens auch nicht. Allerdings st\u00f6rt sie unsere asymmetrische Hilfengebung: F\u00fcr Pferde ist es wesentlich angenehmer, wenn auf beide Z\u00fcgel der gleiche, konstante Druck ausge\u00fcbt wird, als ein doppelt so starker Druck auf einem einzigen Z\u00fcgel (klingt logisch). [2] [3] [6] [8] [10] <\/span><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image wp-image-2635 size-full\"><figure class=\"aligncenter\"><img loading=\"lazy\" width=\"1280\" height=\"425\" src=\"https:\/\/blog.equisense.com\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Spannung-in-den-Zu\u0308geln-Reiten.jpg\" alt=\"Die Spannungskurven zeigen die Kraft, die ein professioneller Reiter im Galopp auf die Z\u00fcgel auswirkt. \" class=\"wp-image-2635\" srcset=\"https:\/\/blog.equisense.com\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Spannung-in-den-Zu\u0308geln-Reiten.jpg 1280w, https:\/\/blog.equisense.com\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Spannung-in-den-Zu\u0308geln-Reiten-300x100.jpg 300w, https:\/\/blog.equisense.com\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Spannung-in-den-Zu\u0308geln-Reiten-768x255.jpg 768w, https:\/\/blog.equisense.com\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Spannung-in-den-Zu\u0308geln-Reiten-1024x340.jpg 1024w, https:\/\/blog.equisense.com\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Spannung-in-den-Zu\u0308geln-Reiten-604x201.jpg 604w\" sizes=\"(max-width: 1280px) 100vw, 1280px\" \/><figcaption>Die Spannungskurven zeigen die Kraft, die ein professioneller Reiter im Galopp auf die Z\u00fcgel auswirkt.<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Betrachten wir also das Beispiel dieses professionellen Reiters, der ja eigentlich keine harte Hand haben sollte. Gemessen wurden etwa 7 Galoppspr\u00fcnge. Es ist deutlich erkennbar, dass die Kurven bei jedem Galoppsprung in die H\u00f6he schie\u00dfen und dass die Werte der beiden H\u00e4nde absolut nicht identisch sind. Und das obwohl der Reiter der Meinung war, seine Z\u00fcgelf\u00fchrung sei konstant und symmetrisch!<\/span><\/p>\n\n\n\n<h2><span id=\"Welche-Werte-sind-fuer-das-Pferd-eigentlich-noch-ertraeglich\"><b>Welche Werte sind f\u00fcr das Pferd eigentlich noch ertr\u00e4glich?<\/b><\/span><\/h2>\n\n\n\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Auf diese Frage gibt es leider keine eindeutige Antwort. Man kann keinen exakten Grenzwert festlegen, ab dem die Spannung f\u00fcr das Pferd in jedem Pferd unangenehm ist. [8] [11]<\/span><\/p>\n\n\n\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Allerdings hat eine Wissenschaftlerin versucht, herauszufinden, welchem Druck sich Pferde quasi freiwillig, ohne Einfluss eines Reiters, aussetzen. Dazu hat sie an rohen Pferden, die also nicht an ein Gebiss im Maul gew\u00f6hnt sind, mit Ausbindern versehen und ihnen einen Eimer Futter bereitgestellt. Dann wurden die Werte gemessen, denen sich die Pferde ausgesetzt haben, um an das Futter zu gelangen. Dabei fiel auf, dass die Pferde sich am ersten Tag deutlich h\u00f6heren Spannungen aussetzten (durchschnittlich 1,02 kg und maximal 4 kg) und dass die Werte im Laufe des Experiments abnahmen (an Tag 2 durchschnittlich 0,6 kg und an Tag 3 durchschnittlich 0,57 kg). &nbsp;&nbsp;<\/span><\/p>\n\n\n\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Dieser Versuch zeigt, dass Pferde versuchen, zu gro\u00dfen Druck zu vermeiden [11] und dass die Werte deutlich geringer sind als die, denen wir sie aussetzen&#8230; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/span><\/p>\n\n\n\n<h2><span id=\"Wann-kann-eine-zu-hohe-Krafteinwirkung-zum-Problem-werden\"><b>Wann kann eine zu hohe Krafteinwirkung zum Problem werden?<\/b><\/span><\/h2>\n\n\n\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Zun\u00e4chst bereitet eine zu hohe Krafteinwirkung dem Pferd nat\u00fcrlich Schmerzen oder ist ihm zumindest unangenehm. Au\u00dferdem kann eine zu hohe Spannung auf den Z\u00fcgeln den Lernprozess des Pferdes negativ beeintr\u00e4chtigen, da es sich dabei um eine negative Verst\u00e4rkung handelt. <\/span><\/p>\n\n\n\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Um dem Pferd beizubringen, was es tun soll (oder eben nicht tun soll), gibt es 2 Methoden: <strong>die positive und die negative Verst\u00e4rkung<\/strong>. Bei der positiven Verst\u00e4rkung belohnt man das Pferd, wenn es ein <strong>Kommando befolgt<\/strong> hat, indem man ihm z. B. ein Leckerli gibt oder es krault. Es soll die <strong>Belohnung<\/strong> und das Ausf\u00fchren eines Kommandos miteinander in Verbindung bringen. Bei der negativen Verst\u00e4rkung wird das Pferd einer <strong>unangenehmen Situation<\/strong> ausgesetzt, die sofort <strong>aufgel\u00f6st<\/strong> wird, sobald es das gew\u00fcnschte <strong>Kommando ausgef\u00fchrt<\/strong> hat. Das klingt nat\u00fcrlich erstmal alles andere als tierfreundlich, allerdings ist ein Beispiel f\u00fcr die negative Verst\u00e4rkung sogar das Dr\u00fccken der Wade an den Pferdebauch, um es anzutreiben. Sobald das Pferd vorw\u00e4rts geht, wird der Druck zur\u00fcckgenommen [12].<\/span><\/p>\n\n\n\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Es handelt sich bei einer zu starken Spannung auf den Z\u00fcgeln also um eine <strong>negative Verst\u00e4rkung<\/strong>. Das bedeutet, dass man sofort nachgeben muss, sobald das Pferd ein Kommando umgesetzt hat. Nur so kann das Pferd verstehen, was man von ihm erwartet. M\u00f6chtest du also, dass dein Pferd eine bestimmte Haltung einnimmt oder sich wendet, dann nimmst du die Z\u00fcgel an und \u00fcbst Spannung auf das Pferdemaul aus. Sobald das Pferd also diese Haltung eingenommen oder sich gewendet hat, musst du sofort nachgeben und die Spannung verringern. Tust du das nicht, kann das Pferd nicht verstehen, was du von ihm erwartest. Das Pferd wird folglich durch die dauerhaft hohe Spannung auf den Z\u00fcgeln immer h\u00e4rter im Maul, woraufhin der Reiter mit immer gr\u00f6ber werdenden Hilfen reagiert. Du l\u00e4ufst also Gefahr, langsam aber sicher in einen Teufelskreis zu geraten.<\/span><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-background\" style=\"background-color:#f2f2f2\">Mehr erfahren &#x1f4da; : <a href=\"https:\/\/blog.equisense.com\/de\/10-prinzipien-verhaltensforschung-reiter\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">10 Prinzipien der Verhaltensforschung, die Jeder Reiter kennen sollte<\/a><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" width=\"878\" height=\"367\" src=\"https:\/\/blog.equisense.com\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/zoom_main-copy.jpg\" alt=\"weiche hand beim reiten\" class=\"wp-image-30890\" srcset=\"https:\/\/blog.equisense.com\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/zoom_main-copy.jpg 878w, https:\/\/blog.equisense.com\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/zoom_main-copy-300x125.jpg 300w, https:\/\/blog.equisense.com\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/zoom_main-copy-768x321.jpg 768w, https:\/\/blog.equisense.com\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/zoom_main-copy-604x252.jpg 604w, https:\/\/blog.equisense.com\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/zoom_main-copy-850x355.jpg 850w\" sizes=\"(max-width: 878px) 100vw, 878px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<h2><span id=\"Unsere-Tipps-fuer-eine-weichere-Hand-beim-Reiten\">Unsere Tipps f\u00fcr eine weichere Hand beim Reiten<\/span><\/h2>\n\n\n\n<h2><span id=\"Die-Kommunikation-zwischen-Ihnen-und-Ihrem-Pferd-muss-stimmen\">Die Kommunikation zwischen Ihnen und Ihrem Pferd muss stimmen<\/span><\/h2>\n\n\n\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Wenn du Lust hast, den Heimwerker in dir zu entdecken, dann kannst du nat\u00fcrlich einen Zugsensor an den Z\u00fcgeln befestigen und deine Ergebnisse anschlie\u00dfend auswerten. Abgesehen davon gibt es keine simple und wirklich Erfolg versprechende L\u00f6sung. Forscher aus Saumur, Frankreich, haben ein Ger\u00e4t erfunden, das zur Messung der Hilfen, also der Spannung auf den Z\u00fcgeln, dienen soll. Dieses Ger\u00e4t ist aber leider nicht f\u00fcr den tagt\u00e4glichen Gebrauch geeignet und au\u00dferdem nicht k\u00e4uflich zu erwerben. &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/span><\/p>\n\n\n\n<p><span style=\"font-weight: 400;\"><strong>Bis dahin bleibt also nur eine M\u00f6glichkeit<\/strong>: auf sein Gef\u00fchl h\u00f6ren und an einer sanfteren Z\u00fcgelhilfen und einer weicheren Hand arbeiten. Dabei solltest du dir folgende Frage stellen: Wie weich ist meine Z\u00fcgelf\u00fchrung auf einer Skala von 1 (sehr weich) bis 10 (hart)? K\u00f6nnte ich das gleiche Ergebnis auch mit einer 9 anstelle einer 10 erzielen?<\/span><\/p>\n\n\n\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Au\u00dferdem solltest du niemals vergessen, <strong>dass dein Pferd dir jede Menge Signale sendet<\/strong>! Und einige davon solltest du auf jeden Fall ernst nehmen [8]. Sollte dein Pferd z. B. das Maul aufrei\u00dfen, mit den Z\u00e4hnen knirschen, die Zunge \u00fcber das Gebiss legen, zur Seite herausstrecken oder sie sogar hochziehen, dann sind das definitiv Anzeichen daf\u00fcr, dass deine Hand zu hart ist. Du solltest in diesem Fall unbedingt an deiner Z\u00fcgelf\u00fchrung arbeiten.<\/span><\/p>\n\n\n\n<h2><span id=\"Fazit\">Fazit<\/span><\/h2>\n\n\n\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Das Z\u00fcgelma\u00df ist also ein \u00e4u\u00dferst wichtiger Aspekt im richtigen und verst\u00e4ndnisvollen Umgang mit dem Pferd. Ganz zu schweigen davon, dass eine sehr grobe Z\u00fcgelf\u00fchrung nat\u00fcrlich nicht gut f\u00fcr das Wohlbefinden des Pferdes ist. &nbsp;<\/span><\/p>\n\n\n\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Mir ist leider kein Wundermittel bekannt, um von einem Tag auf den anderen eine extrem weiche Hand zu bekommen. Allerdings sind ein qualifizierter Reitlehrer, eine Menge Geduld und Losgelassenheit auf jeden Fall die richtigen Voraussetzungen. Lass dich nicht entmutigen, das K\u00f6rpergef\u00fchl ist etwas, an dem sich gut arbeiten l\u00e4sst. Also dann, viel Erfolg!<\/span><\/p>\n\n\n\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Camille Saute<br>R&amp;D-Managerin bei Equisense<\/span><\/p>\n\n\n\n<h6><b>Quellen<\/b><\/h6>\n\n\n\n<h6><span style=\"font-weight: 400;\">[1] Wikipedia, &#8222;Tension m\u00e9canique&#8220;, 7. Januar 2017. [online]. Disponible sur<\/span><a href=\"https:\/\/fr.wikipedia.org\/wiki\/Tension_m%C3%A9canique\"><span style=\"font-weight: 400;\"> https:\/\/fr.wikipedia.org\/wiki\/Tension_m\u00e9canique<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\"> . [Letzter Zugriff: 18 April 2017]<\/span><\/h6>\n\n\n\n<h6><span style=\"font-weight: 400;\">[2] W. Back and H. M. Clayton, Equine Locomotion, Second Edi. 2013.<\/span><\/h6>\n\n\n\n<h6><span style=\"font-weight: 400;\">[3] S. Kuhnke, L. Dumbell, M. Gauly, J. L. Johnson, K. McDonald, and U. K\u00f6nig von Borstel, \u201cA comparison of rein tension of the rider\u2019s dominant and non-dominant hand and the influence of the horse\u2019s laterality,\u201d Comp. Exerc. Physiol., vol. 7, no. 2, pp. 57\u201363, 2010.<\/span><\/h6>\n\n\n\n<h6><span style=\"font-weight: 400;\">[4] H. M. Clayton, W. H. Singleton, J. L. Lanovaz, and G. L. Cloud, \u201cStrain gauge measurement of rein tension during riding: a pilot study,\u201d Equine Comp. Exerc. Physiol., vol. 2, no. 3, pp. 203\u2013205, 2005.<\/span><\/h6>\n\n\n\n<h6><span style=\"font-weight: 400;\">[5] A. K. Warren-Smith, R. A. Curtis, L. Greetham, and P. D. McGreevy, \u201cRein contact between horse and handler during specific equitation movements,\u201d Appl. Anim. Behav. Sci., vol. 108, no. 1\u20132, pp. 157\u2013169, 2007.<\/span><\/h6>\n\n\n\n<h6><span style=\"font-weight: 400;\">[6] L. A. Hawson, H. E. Salvin, A. N. McLean, and P. D. McGreevy, \u201cRiders\u2019 application of rein tension for walk-to-halt transitions on a model horse,\u201d J. Vet. Behav. Clin. Appl. Res., vol. 9, no. 4, pp. 164\u2013168, 2014.<\/span><\/h6>\n\n\n\n<h6><span style=\"font-weight: 400;\">[7] H. M. Clayton, B. Larson, L. J. Kaiser, and M. Lavagnino, \u201cLength and elasticity of side reins affect rein tension at trot,\u201d Vet. J., vol. 188, no. 3, pp. 291\u2013294, 2011.<\/span><\/h6>\n\n\n\n<h6><span style=\"font-weight: 400;\">[8] M. Eisersi\u00f6, L. Roepstorff, M. A. Weishaupt, and A. Egenvall, \u201cMovements of the horse\u2019s mouth in relation to horse-rider kinematic variables,\u201d Vet. J., vol. 198, pp. 33\u201338, 2013.<\/span><\/h6>\n\n\n\n<h6><span style=\"font-weight: 400;\">[9] C. R. Heleski, P. D. McGreevy, L. J. Kaiser, M. Lavagnino, E. Tans, N. Bello, and H. M. Clayton, \u201cEffects on behaviour and rein tension on horses ridden with or without martingales and rein inserts,\u201d Vet. J., vol. 181, no. 1, pp. 56\u201362, 2009.<\/span><\/h6>\n\n\n\n<h6><span style=\"font-weight: 400;\">[10] A. Egenvall, M. Eisersi\u00f6, and L. Roepstorff, \u201cPilot study of behavior responses in young riding horses using 2 methods of making transitions from trot to walk,\u201d J. Vet. Behav. Clin. Appl. Res., vol. 7, no. 3, pp. 157\u2013168, 2012.<\/span><\/h6>\n\n\n\n<h6><span style=\"font-weight: 400;\">[11] J. W. Christensen, T. L. Zharkikh, A. Antoine, and J. Malmkvist, \u201cRein tension acceptance in young horses in a voluntary test situation,\u201d Equine Vet. J., vol. 43, no. 2, pp. 223\u2013228, 2011.<\/span><\/h6>\n\n\n\n<h6><span style=\"font-weight: 400;\">[12] A.N. McLean, P.D. McGreevy and J.W. Christensen, &#8222;Principles of learning theory in equitation&#8220;, [online]. Disponible sur<\/span><a href=\"https:\/\/equitationscience.com\/learning-theory\/\" class=\"broken_link\"><span style=\"font-weight: 400;\"> http:\/\/equitationscience.com\/equitation\/principles-of-learning-thoery-in-equitation<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\"> [Letzter Zugriff: 18. 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